Landesliga Nord

3. Spieltag - 25.11.2007:

Im Lokalderby mussten wir ohne Reinhold Happe und Stefan Röhrich antreten, was dem Oberliga-Absteiger die Favoritenbürde bescherte. Am Anfang lief es jedoch sehr gut im stadtbekannten Kommunikationszentrum „Lagerhalle“: Joachim Rein remisierte gegen Plassonke und kurz darauf gewann Jörg Stock seine Partie am Spitzenbrett mit einem sehr zweischneidigen Opfer, das durchaus hätte widerlegt werden können. Aber das Wechselspiel von Glück und Pech sollte sich fortsetzen, allerdings musste man bis zur ersten Zeitkontrolle auf handfeste Ergebnisse warten. Hier bezogen wir eine „Doppelpackung“, da Jan Wöllermann, der lange Zeit unter Druck stand, in Zeitnot eine viel versprechende Chance ausließ und Franz Ernst in einer harten taktischen Schlacht den Kürzeren zog. 2½ - 1½ für Metall.



Hier war das Brett noch voll, später sollten die Rösser entscheiden: Hajo Bade (l.) bezwang
Wolfgang Greten nach fast fünfstündigem Kampf.

Besonders hart traf uns dies aber nicht, da wir an drei Brettern auf Gewinn, zumindest aber deutlich besser standen. Der erste volle Punkt ging flöten, als der routinierte Gerd Müller eine dreimalige Zugwiederholung nachweisen konnte, was bekanntlich zur Punkteteilung führt. Dafür gewann wie lange erwartet Hajo Bade mit Schwarz sein Doppelspringerendspiel gegen Wolfgang Greten – kein aufregender Schachkrimi, sondern ausgezeichnete Endspieltechnik. 3 -3!

An den anderen Brettern kam allerdings Spannung auf, da Andre Böhme gewisse, aber kaum zum Gewinn ausreichende Vorteile besaß, während Stephan Niendieker Verwicklungen in einer Stellung suchte, die wohl etwas besser für seinen Gegner war, latent aber böse Überraschungen für beide Spieler bereit hielt. Das Ergebnis waren zwei Punkteteilungen, die keines der beiden Teams unzufrieden in den Sonntagnachmittag schickte.



Es geht auch immer anders: Jörg Stock demonstrierte einige Finessen der komplizierten
Eröffnung aus der Sicht seines Gegners.

Dr. Ortwin Thal