04.02.2012: TSV Osnabrück II - SV Hellern IV 1:5

Vierte ganz locker zum 5:1-Sieg bei TSV II

Ohne größere Probleme kam unsere vierte Mannschaft zu einem letztlich nie
gefährdeten 5:1-Erfolg bei der zweiten Mannschaft des TSV Osnabrück. Der
Sieg fiel objektiv gesehen wohl ein wenig zu hoch aus, weil zwei Bretter
ein eher überraschendes Ende nahmen, doch insgesamt gibt es nichts zu
diskutieren – der Mannschaftssieg war verdient.

Mit einer überzeugenden Vorstellung fuhr Hannes Ewert (Br.5) den ersten
vollen Punkt ein. Während sein Gegner Matthias Meyer schon früh unter Druck
stand und aus dem Rückwärtsgang gar nicht mehr herauskam, diktierte Hannes
das Spielgeschehen und ließ dem Kontrahenten keine Chance. Nach einem
Figurengewinn von Hannes stand dann auch noch ein gegnerischer Damenverlust
im Raum – Grund genug für Matthias Meyer, die Partie aufzugeben (1:0).
Leonardo Santos (Br.4) war gegen Man Min To schon recht früh in einen
Qualitätsverlust hineingeschlittert. To machte in der Folgezeit fast alles
richtig – mit seinen Drohungen, provozierten Figurenabtauschen und einem
König im Zentrum setzte er Leonardo gehörig unter Druck, so dass man kein
wirklich gutes Gefühl bekommen konnte. Doch Leos bereits auf die 6. Reihe
vorgerückter Bauer beeindruckte ihn dann doch, und so bot er trotz
Qualitätsvorteil Remis an, was Leonardo annahm (1,5:0,5).
Thorben Weist (Br.6) nutzte die Unentschlossenheit von Marius Wiltmann aus.
Der Gegner wollte partout nicht vernünftig angreifen, was Thorben im Laufe
der Zeit mit insgesamt drei Bauernverlusten bestrafte. Der zuletzt „nackte“
gegnerische König wollte sich gegen Thorbens König (plus 3 Bauern) zwar
noch vor der Niederlage drücken, doch Bauernumwandlung ohne Pattsetzen und
anschließende Mattsuche gehören in unserem Jugendtraining zum festen
Übungsrepertoire, so dass auch hier schließlich ein Sieg zu Buche stand
(2,5:0,5).
José Santos (Br.1) stand gegen Domenik Schnell nach dessen überhasteter
Spielweise schnell auf Gewinn. Trotz eingestellter Dame wurde noch nach
Tricks gesucht, doch wie sagt man immer: in der Ruhe liegt die Kraft. José
ließ natürlich nichts mehr anbrennen und sorgte bereits für die
Entscheidung (3,5:0,5).
Carsten Abel (Br.3) mühte sich redlich gegen Michael Saal, doch letzterer
spielte ohne Fehler. Unter Berücksichtigung der recht unterschiedlich
verteilten Bedenkzeiten bot Carsten dann bei noch einigermaßen gefülltem
Schachbrett ein Remis an, was vom Gegner angenommen wurde (4:1).
Die letzte Partie des Tages wurde nun zwischen Norbert Sobotta (Br.2) und
Manfred Bachem gespielt. Der Satz „Passt mir auf den Läufereinschlag auf f7
auf !“ gehört bei Norberts Jugendtraining zum Standard – und heute musste
Norbert selbst darunter leiden. Ein verlorener Bauer, eine verhunzte
Rochade, schlecht oder überhaupt nicht entwickelte Figuren, ein Gegner auf
dem Vormarsch – Norberts Partie war objektiv gesehen verloren. Doch
manchmal kommt es anders als man denkt – mit seinem letzten Zug stellte
Bachem die Partie ein, denn Norberts Antwort mit dem Springer hätte Bachem
anschließend nicht nur eine Figur, sondern danach auch noch eine weitere
Qualität gekostet. Bachem gab zerknirscht auf, und das Endergebnis stand
fest (5:1).

Dass die Meisterschaft dieser Saison in dieser Spielklasse nur über Hagen
IV oder SG Osnabrück V geht, war uns vorher schon klar. Wir stehen jetzt
mit 7:3 Punkten ausgezeichnet da und wollen uns die „Bronzemedaille“ holen.
Und wenn’s mehr wird, dann sind wir auch nicht böse …

Stefan Ewert