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Verdiente Saisonniederlage Werder Bremen gewinnt 5-3 in Hellern
Schnelle Entscheidung am ersten Brett: Dr. J. Asendorf (Bremen, r.) Stock Um die Aufstiegsfrage zumindest theoretisch noch vertagen zu können, musste im vorletzten Heimspiel des SV Hellern ein Heimsieg her. Keine leichte Aufgabe, musste der Gastgeber neben R. Happe auch H.-J. Bade und P. Kovermann ersetzen. Die Bremer waren dagegen mit einem starken Aufgebot angereist, um ihre Chance auf den Klassenerhalt in der Landesliga Nord zu wahren. Ausgerechnet am 1. Brett kam es nach einer Stunde zu einem Rückschlag: Jörg Stock, der aus theoretischer Sicht bereits eine Beinahe-Gewinnstellung auf dem Brett hatte, musste gegen den starken FIDE-Meister Dr. Asendorf nach einem Einsteller die Segel streichen. Danach wurde allerdings lange gekämpft, aber spätestens nach Stefan Röhrichs Niederlage gegen Harald Ambelang hatte der Gastgeber die zweite gute Stellung in den Sand gesetzt. Als dann auch noch Joachim Rein, der als bekennender Werder-Fan mit entsprechendem Outfit angetreten war, die Uhr abstellen musste, war der Tag gelaufen. Vielleicht hätte es Joachim mit einem Stuttgart-Trikot versuchen sollen
Das Remis von Martin LockeHart gegen den zum ersten Mal eingesetzten Timur Elmali war nur noch Ergebniskosmetik, allerdings auch ein Weckruf, denn der Gastgeber, der lange auf dem 1. Platz gestanden hatte, wollte sich nicht vorführen lassen. Mann des Tages war diesmal Franz Ernst, der die Philidor-Verteidigung seines zweitligaerfahrenen Gegners Horst Rauser mit feinen Nadelstichen piesackte und am Ende einen tödliche Mattangriff auf den geschwächten schwarzen Feldern seines Gegners einleitete. Die Zeitüberschreitung des Werder-Spielers erlöste diesen von allen zwangsläufig damit verbundenen Unannehmlichkeiten.
Am zweiten Brett führte kurz danach die Punkteteilung zwischen Stephan Niendieker und Delef Schötzig zum 2-4-Zwischenstand. Unser Mann hatte zwar nach frühem Bauerngewinn neben dem Material auch die Initiative, konnte aber trotz intensiver Versuche den vollen Punkt nicht einfahren.
Andre Böhme hatte sich über vier Stunden und mit allen legalen Mitteln gegen eine Niederlage gewehrt, wurde aber für sein renitentes Verhalten nicht belohnt: Die Entscheidung war gefallen und danach war es Jürgen Grosser zu verdanken, dass die Niederlage keine unangenehmen Dimensionen bekam.
Fazit: die personellen Ausfälle wurden einigermaßen kompensiert, die überraschenden Niederlagen an den Spitzenbrettern nicht. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass die sehr sympathische Truppe aus Bremen nicht nur ihren Beitrag zu einer harmonischen Wettkampfatmosphäre leistete, sondern auch sehr starkes Schach spielte und defensiv besser aufgestellt war als ihre Kollegen aus der Fußball-Abteilung. Hellern 1 wird sich nun auf den Kampf um die Plätze 2-4 konzentrieren, was keine leichte Aufgabe ist. Dr. Ortwin Thal
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