29.08.2009: SV Bad Essen - SV Hellern II

Höppner, Frank (1871) Grosser, Jürgen (1870) 0,5:0,5
Heick, Andreas (1855) Glindmeier, Hauke (1886) 1:0
Niemann, Gerd (1855) Böhme, Andre (1878) 1:0
Dunkhorst, Olaf (1868) Weist, Thorsten (1755) 1:0
Wallstab, Bernd (1730) Kuchemüller, Uwe (1791) 0:1
Düvel, Norbert (1573) Paul, Reinhard (1843) 0:1
Führen, Helmut (1758) Weist, Hartmut (1674) 0,5:0,5
Konrad, Viktor (1535) Wichmann, Andre 0:1
Gesamt 4,0:4,0

Am ersten Spieltag der Bezirksliga reichte es gegen den Absteiger aus Bad Essen am Ende nur zu einem insgesamt verdienten 4,0:4,0. Nach hartem Kampf an allen Brettern und dem fast 6,5 Stunden dauernden Wettkampf hatten auch beide Mannschaften einen Punkt verdient.
Von Anfang an entwickelte sich ein ausgeglichener Wettkampf, wobei die Bad Essener an den ersten vier und wir an den zweiten vier Brettern nominell besser besetzt waren. Nach dem unsere Mannschaft nach einer halben Stunde endlich komplett war (Reinhard Paul war noch einkaufen), entwickelte sich ein zäher Wettkampf an fast allen Brettern. Als erstes tat sich schließlich an den vorderen beiden Brettern und am letzten Brett was, wobei Hauke Glindmeier nach etwas ungenauem Spiel
eine Qualität geben musste, während Jürgen Grosser seine Stellung nach und nach verstärken konnte. Auch Hartmut Weist gewann einen Bauern und so kam es zu einem kleinen Vorteil für uns.
Um die Zeitkontrolle herum wurde es dann etwas spanndender. Uwe Kuchemüller, der mit seiner Eröffnung sehr unzufrieden war, konnte das für ihn typische Spiel aufziehen und seinen Gegner immer mehr unter Druck setzen. André Böhme, der nach 12 Zügen ein Remis ablehnte, hatte nach anfänglichem Vorteil, die Kontrolle verloren und auch Thorsten Weist konnte den positionellen Vorteil, den er für einen Bauer hatte, wegen planlosen Spiels nicht ausnutzen, so dass dieser als Erster die Segel streichen musste. Dafür kamen Reinhard Paul und André Wichmann immer besser ins Spiel und konnten gegen nominell schwächere Gegner ihre Stellungen stetig verbessern. So war es dann auch André Wichmann vorbehalten den ersten Punkt zu holen. Nahezu zeitgleich musste Hartmut sich leider mit einem Remis zufrieden geben, da er nur in ein schwer (bis am Ende gar nicht mehr) zu gewinnendes Turmendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln konnte. Nachdem Hauke seine Stellung auch nicht mehr halten konnte, stand es also 1,5:2,5 aus unserer Sicht mit mittlerweile klaren Vorteilen für Jürgen, Reinhard, kleinem Vorteil für Uwe und schlechter Stellung für André. Man konnte also mit einem knappen Sieg spekulieren, doch Jürgen übersah in klar gewonnener Stellung ein Dauerschach, so dass wir
nach der Niederlage von André sogar noch um den Sieg kämpfen mussten. Nachdem Reinhard erwartungsgemäß gewonnen hatte, guckten also beim Stand von 3,0:4,0 also alle Augen auf Brösel, der seinen Vorteil schon verspielt zu haben schien. Doch als die Stimmung gerade anfing, schlechter zu werden, packte Brösel die Keule aus und rettete uns mit einer Superkombination den verdienten Punkt, der am Ende enorm wichtig sein kann.

Thorsten Weist