15.11.2009: Post SV Uelzen - SV Hellern

Oberliga, zweiter Akt:




Wieder einmal hingen die Trauben sehr hoch. Doch was will man erwarten. Oberliga ist halt, insbesondere für Novizen, kein Zuckerschlecken. Dennoch hatten wir uns beim letztjährigen Zweitligisten PSV Uelzen mehr ausgerechnet als das erzielte 2,5-5,5.

Als Kurzzusammenfassung unseres zweiten Oberligaevents lässt sich festhalten, dass es zu einem ersten Mannschaftspunkt noch nicht gereicht hat. Wir haben uns zwar gesteigert, aber es bleibt noch sehr viel Luft nach oben! Vermutlich hätte uns dieses Mal auch eine Übernachtung im ‚Masters Home’, wie bei unserem einzigen Sieg in Uelzen (zu seeligen Landesligazeiten), nicht zu jenem Energieschub verholfen, der notwendig gewesen wäre gegen diese gut sortierte Mannschaft aus Routiniers und talentierten Jugendlichen mitzumischen.

Zu klar lagen an diesem Spieltag die Spielanteile auf Uelzener Seite. Besonders der erst 16-jährige Stephan Kaphle und der 24-jährige Sascha Wiegmann läuteten hierbei heftig und kräftig den Uelzener Sieg ein. Während Kaphle am 4. Brett mit Reinhold einen unserer erfahrensten Spieler frühzeitig aus den Angeln hebelte, rollte Wiegmann am 2. Brett mit Stephan N. einen sehr sicheren Spieler scheinbar locker über die a-Linie her kommend auf. Da zeitgleich Locke und Hajo in bescheidenen Stellungen mit Wanderkönigen aufwarteten, war dann eigentlich wirklich nicht mehr allzu viel zu erwarten. Dem gegenüber standen nämlich lediglich zwei Stellungen, die Spielanteile zu unseren Gunsten aufwiesen: Peter hatte sich eine dominante Stellung gegen Mark Jeske erarbeitet und Jörg erwehrte sich einem optimistischen Angriff von Bernd Laubsch. Doch während Peter seine vermutliche einmalige Chance (Lxg7) liegen ließ und der Gegner in der Folge immer mehr Oberwasser bekam, gelang es Jörg am 1. Brett zu kontern und den Coup des Tages zu landen: Der erste Einzelsieg war vollbracht!!

Außerdem gelangen uns noch drei Remise. Franz spielte am 8. Brett eine souveräne Partie gegen den starken Dr. List, Locke holte doch noch recht überraschend einen halben Punkt von Peter Raabe ab und Stefan R. produzierte am 3. Brett die Seeschlange des Tages. Hier hatte er es mit dem erst 17-jährigen Manuel Günnigmann zu tun. Nach wechselvollem Spielverlauf kristallisierten sich klare Vorteile in personae zweier Bauern für Günnigmann heraus. Nun musste nicht zum ersten Mal bei Stefan die Endspielkunst herhalten, um Zählbares zu holen. Und es klappte schließlich auch nach 78 Zügen und nahezu fünf Stunden Spielzeit. Währenddessen saßen die Kollegen schon seit anderthalb Stunden am gemütlichen Tresen des Uelzener Vereinsheim und leckten ihre Wunden. Die gut drei Stunden währende Rückfahrt mit dem klassischen Stau bei Bad Eilsen war zwar lästig, doch die Nachbetrachtungen im Poseidon zu Hellern kompensierten die Uelzener Geschehnisse ein wenig. Schließlich war uns mit dem Sieg von Jörg wieder ein Meilenstein gelungen. Beim nächsten Match wird es garantiert noch besser werden!

H.-J. Bade

Laubsch Stock 0:1
Wiegmann Niendieker 1:0
Günnigmann Röhrich 0,5:0,5
Kaphle Happe 1:0
Raabe Hart 0,5:0,5
Bogomolow Bade 1:0
Jeske Kovermann 1:0
List Ernst 0,5:0,5
Gesamt 5,5:2,5